Materials & Alloys W3D-MAT-36 ISO/ASTM 52900 Validiert

Metal Powder Atomization: Gas Atomization, Morphology, and PSD

Engineering guide to AM metal powder production: Vacuum Induction Gas Atomization (VIGA), Plasma Atomization (EIGA, PREP), morphology, and PSD quality standards.

Stand: 2026-03-24 Lesezeit: 10 min Fachredaktion Additive Fertigung
Executive Summary & Key Engineering Takeaways Normative Status: Validated

AM metal powder quality governs final part integrity. Atomization technologies (VIGA, EIGA, PREP) engineer highly spherical, satellite-free powders with tailored particle size distributions (PSD).

  • Hochsphärische Partikel ohne Satelliten gewährleisten homogene Schüttdichte und fehlerfreien Schichtauftrag.
  • PSD-Standards: 15 bis 53 µm für LPBF-Pulverbetten, 45 bis 150 µm für Laser-DED und PTA-Auftragschweißen.
  • Tiegelfreies EIGA- und PREP-Verfahren verhindert keramische Oxideinschlüsse bei Titan und Refraktärmetallen.
  • Gasporosität im Pulverkorn (Hohlkugeln durch eingeschlossenes Argon) führt direkt zu Bauteilmikroporen.
LPBF-Fraktion
15 - 53 µm (D10=18, D90=50)
DED-Fraktion
45 - 150 µm
Sphärizität (Aspect Ratio)
> 0.90 - 0.95
Prüfnormen
ASTM B213 / B822 / F3049

Technical Specifications & Comparison Matrix

ISO/ASTM 52900
Verfahren Vakuum-Gasverdüsung (VIGA) Elektroden-Gasverdüsung (EIGA) Plasma-Rotationszerstäubung (PREP)
Schmelzführung Keramik-Tiegel (Induktion) Tiegelfrei (Stangenelektrode) Tiegelfrei (rotierende Stange + Plasma)
Metallreinheit Sehr gut (Edelstahl, Ni-Basis) Höchste Reinheit (Titan, Zr) Absoluteste Reinheit (keine Keramik)
Sphärizität Gut bis sehr gut (einige Satelliten) Sehr gut (hohe Sphärizität) Perfekt kugelförmig (satellitenfrei)
Innere Pulverporosität Geringe Gasblaseneinschlüsse Sehr gering Nahezu 0 % (hohlraumfrei)
Herstellkosten Wirtschaftlich / Standard Gehoben Sehr hoch / Spezialpulver
01

Atomization Technologies: VIGA vs. EIGA vs. PREP

Bei VIGA schmilzt die Legierung in einem Keramiktiegel und fließt durch eine Düse, wo Überschall-Argonstrahlen den Schmelzstrahl in Millionen Tröpfchen zerreisen. Bei reaktiven Metallen (Titan) würde Schmelzkontakt mit Keramiktiegeln zur Sauerstoffaufnahme führen. Daher nutzt man EIGA: Eine rotierende Titanstange wird berührungslos durch Induktion abgeschmolzen; die Schmelze tropft direkt in die Gasdüse – absolut frei von Tiegelabrieb.

02

Particle Size Distribution (PSD): D10, D50, D90 Metrics

Eine ideale PSD nach ASTM B822 weist eine Gaußkurve auf. D10 bezeichnet den Durchmesser, unter dem 10 % der Partikelmasse liegen; D50 ist der Median; D90 die Obergrenze. Zu viele Feinanteile (< 10 µm) führen zu elektrostatischer Aufladung, Verklumpung und schlechtem Fließen. Zu viele Grobpartikel (> 53 µm) blockieren die Beschichterklinge und schmelzen bei 40 µm Schichtdicken nicht vollständig auf (Bindefehler).

03

Hollow Particles and Trapped Atomization Gas

Beim Auftreffen der Gasstrahlen auf flüssige Tröpfchen wird mitunter Schutzgas (Argon) in der Tröpfchenmitte eingeschlossen, bevor es erstarrt. Diese winzigen Hohlsphären gelangen ins Bauteil: Im Schmelzbad kann das unlösliche Argon nicht entweichen und hinterlässt permanente Mikrogasporen. Hochwertige Pulver werden daher mit Röntgen-Mikrotomographie auf Porosität geprüft.

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Wie wird die Fließfähigkeit von Metallpulver gemessen?
Über das standardisierte Hall-Flowmeter (ASTM B213): Es misst die Zeit in Sekunden, die 50 Gramm Pulver benötigen, um durch einen genormten Trichter mit 2.5 mm Öffnung zu fließen.
Wie oft darf Metallpulver im LPBF wiederverwendet werden?
Je nach Legierung 10 bis 30 Mal. Nach jedem Baujob wird das Pulver ultraschallgesiebt (z. B. 63 µm Maschenweite), um Schmauchpartikel und Spritzer auszufiltern. Sauerstoffgehalt und Fließfähigkeit werden zyklisch überwacht.
Können feine Pulver explodieren?
Ja. Aluminium-, Titan- und Zirkonpulver unter 50 µm Korngröße sind hochentzündlich und staubexplosionsgefährlich (Staubexplosionsklasse St 1 bis St 3). Sie erfordern ATEX-Infrastruktur und geerdete Absauganlagen.

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