Verfahren & Technologien W3D-TECH-13 ISO/ASTM 52900 Validiert

Faserlaser vs. Diodenlaser im Laser-DED: Vergleich & Auswahl

Ingenieurtechnischer Vergleich von Faserlasern und Direktdiodenlasern im Directed Energy Deposition (DED): Strahlqualität, Wirkungsgrad, Spotgeometrie und Aufmischung.

Stand: 2026-03-24 Lesezeit: 9 min Fachredaktion Additive Fertigung
Executive Summary & Technische Kernaussagen Normativer Status: Valide

Im Laserauftragschweißen (Laser-DED / LMD) bestimmen die Eigenschaften der Laserstrahlquelle maßgeblich das Schmelzbadvolumen, die Pulverausnutzung und die metallurgische Anbindung an das Substrat. Faserlaser überzeugen durch brillante Strahlqualität, minimale Fokusdurchmesser und hohe Eindringtiefen, während Direktdiodenlaser mit homogener Top-Hat-Intensitätsverteilung, breiten Schmelzspuren, höherem elektrischen Wirkungsgrad (> 45 %) und minimaler Aufmischung punkten.

  • Diodenlaser bieten Top-Hat-Strahlprofile, die gleichmäßige Schmelztiefen ohne Randkerben erzeugen.
  • Faserlaser punkten bei filigranen Wandstärken (< 1.5 mm) und hochdynamischen Roboterbewegungen.
  • Diodenlaser senken die Betriebskosten durch elektrische Wirkungsgrade von bis zu 48 %.
Wirkungsgrad Diode
40 - 48 %
Wirkungsgrad Faser
30 - 38 %
Aufmischung Diode
< 5 % möglich
Spotgeometrie
Rund / Rechteckig

Technische Kennwerte & Verfahrensvergleich

ISO/ASTM 52900
Kriterium Direktdiodenlaser Faserlaser (Single-Mode / Multi-Mode)
Intensitätsprofil Homogenes Top-Hat Profil Gaußförmig / modifiziertes Ringprofil
Strahlparameterprodukt (BPP) 15 - 50 mm*mrad 1 - 8 mm*mrad
Schmelzbadbreite Breit (2 - 12 mm) Schmal bis variabel (0.5 - 4 mm)
Aufmischung (Dilution) Sehr gering (3 - 8 %) Moderat bis hoch (8 - 20 %)
Reparatur & Beschichtung Optimal für Großflächen & Panzerung Optimal für Konturen & filigrane Kanten
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Intensitätsverteilung: Gauß vs. Top-Hat

Das gaußförmige Profil eines Standard-Faserlasers weist in der Strahlmitte eine hohe Energiespitze auf, während die Ränder kühl bleiben. Dies führt zu tiefen V-förmigen Schmelzbädern mit höherer Aufmischung. Diodenlaser erzeugen durch optische Faserbündelung ein gleichmäßiges rechteckiges oder rundes Top-Hat-Profil, das den Werkstoff über die gesamte Schmelzbadbreite mit identischer Energie aufschmilzt.

02

Wirtschaftlichkeit: Investition und Energieverbrauch

Diodenlaser sind pro Kilowatt optischer Leistung in der Anschaffung rund 20 bis 35 % günstiger als Faserlaser vergleichbarer Leistungsklasse. Zudem reduziert die hohe Wall-Plug-Effizienz den Strombedarf der Laserquelle und des Rückkühlers (Chillers) signifikant.

03

Anwendungsmatrix: Wann welches System gewählt wird

Diodenlaser dominieren großflächige Verschleißschutzbeschichtungen (z. B. Hartmetallauftrag im Bergbau oder Walzeninstandsetzung). Faserlaser sind die erste Wahl, wenn dünnwandige Rippen aufgebaut, feine Turbinenschaufelkanten repariert oder enge Radien mit hoher Konturtreue abgefahren werden müssen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können Diodenlaser mit Glasfaserkabeln geführt werden?
Ja, moderne fasergekoppelte Diodenlaser leiten den Strahl über flexible Lichtleitfasern direkt in den Roboter-Bearbeitungskopf.
Welche Laserleistung ist für Laser-DED typisch?
Typische Industrieanlagen arbeiten im Bereich von 1.500 bis 4.000 W für Standardstähle und bis zu 8.000 W für maritime Großbauteile.
Welcher Laser eignet sich besser für Draht-DED?
Beide sind etabliert: Diodenlaser eignen sich hervorragend für Mehrstrahlköpfe (z. B. Meltio 3- oder 6-Laser-Architektur), Faserlaser für koaxiale Drahtzuführsysteme.

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