Processes & Technologies W3D-TECH-16 ISO/ASTM 52900 Validiert

Lithography-based Metal Manufacturing (LMM): Precision Micro AM

Lithography-based Metal Manufacturing: vat photopolymerization of metal slurries, 10 µm layer thickness, Ra < 2 µm, debinding and sintering for micro-scale parts.

Stand: 2026-03-24 Lesezeit: 8 min Fachredaktion Additive Fertigung
Executive Summary & Key Engineering Takeaways Normative Status: Validated

LMM utilizes vat photopolymerization with metal slurries. A high-resolution UV DLP projector cures parts layer by layer, followed by debinding and sintering to > 98.5% density.

  • Oberflächenrauheiten von Ra 1.5 - 3 µm direkt aus dem Ofen – keine Nachpolitur nötig.
  • Minimalste Wandstärken bis hinab zu 80 µm und Schichtstärken von 10 bis 30 µm.
  • Vollkommen spannungsfreier Schichtaufbau: Keine Eigenspannungen oder Rissneigung im Bauprozess.
Oberflächenrauheit
Ra 1.5 - 3.0 µm
Schichtdicke
10 - 30 µm
Min. Wandstärke
ab 80 µm
Dichte nach Sintern
> 98.5 %

Technical Specifications & Comparison Matrix

ISO/ASTM 52900
Parameter LMM (Lithografie-Sintern) Micro-LPBF Metal Binder Jetting
Lichtquelle / Laser UV-LED DLP Projektor (405 nm) Faserlaser (~20 µm Fokus) Inkjet Druckkopf (Piezo)
Oberflächengüte (Ra) 1.5 - 2.5 µm 4 - 8 µm 5 - 10 µm
Geometriepräzision ± 0.03 mm ± 0.05 mm ± 0.15 mm
Stützstrukturen Keine / minimale Harzstützen Metallstützen obligatorisch Keine Stützen nötig
Teilegröße Mikroteile (bis 50 mm) Bis 100 mm Bis 300 mm
01

The 3-Step Process: Exposure, Debinding, Sintering

Im ersten Schritt polymerisiert die DLP-Lichtquelle den Schlicker Schicht für Schicht zum sogenannten Grünling. Der Grünling wird gewaschen und gelangt in den Entbinderungsofen, wo das Trägerpolymer thermisch oder katalytisch zersetzt wird (Braunteil). Im abschließenden Vakuumsinterofen diffundieren die Metallpartikel dicht zusammen – das Bauteil schrumpft isotrop um ca. 12 bis 16 % auf Endkontur.

02

Precision Applications in Watchmaking and MedTech

LMM füllt eine Lücke, die herkömmliche LPBF-Systeme aufgrund von Laserfokusdurchmessern und Pulvergrößen nicht bedienen können: Filigrane Uhrengehäuse, Zeiger, chirurgische Mikro-Zangen, endoskopische Instrumente und miniaturisierte Steckergehäuse aus Titan, 316L oder 17-4 PH.

03

Advantages over Metal Injection Molding (MIM)

Die Bauteileigenschaften nach dem Sintern entsprechen exakt dem etablierten MIM-Standard. Allerdings entfallen Werkzeugkosten von 20.000 bis 80.000 Euro für Stahlformen. Prototypen und Kleinserien von 1 bis 10.000 Stück lassen sich ohne Vorlaufzeit digital produzieren.

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Wie wird die Sinterschrumpfung kompensiert?
Die CAD-Datei wird in der CAM-Software um den werkstoff- und chargenspezifischen Schrumpfungsfaktor (meist 13.5 bis 15.5 %) skaliert. Nach dem Sintern werden Maßtoleranzen von ± 0.03 mm prozesssicher gehalten.
Welche Werkstoffe sind für LMM verfügbar?
Verfügbar sind Edelstahl 316L, 17-4 PH, Titan Grade 5 (Ti6Al4V), Kobalt-Chrom, Wolfram und Reinkupfer.
Bleiben Polymerreste im gesinterten Metall zurück?
Nein. Bei der zweistufigen Entbinderung zersetzt sich das Polymer rückstandsfrei zu Gas. Der verbleibende Kohlenstoffgehalt entspricht den DIN-Normen für MIM-Werkstoffe.

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