PBF-LB/M
Laserbasiertes Pulverbettverfahren zur schichtweisen Herstellung hochkomplexer Metallbauteile. (Markennamen wie SLM oder DMLS gehören historisch zu dieser Familie).
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Strukturierte Übersicht der wichtigsten Technologien für die industrielle additive Metallfertigung.
Die additive Fertigung mit Metallen gliedert sich gemäß der Norm DIN EN ISO/ASTM 52900 in klare Prozessfamilien. Hier finden Sie eine unmissverständliche Einordnung der wichtigsten industriellen Verfahren.
ISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Schichtweiser Aufbau durch selektives Aufschmelzen eines Pulverbetts mittels thermischer Energie. Eignet sich primär für kleine bis mittelgroße, hochkomplexe Bauteile.
Laserbasiertes Pulverbettverfahren zur schichtweisen Herstellung hochkomplexer Metallbauteile. (Markennamen wie SLM oder DMLS gehören historisch zu dieser Familie).
Details ansehenPulverbettverfahren, bei dem ein Elektronenstrahl unter Vakuum das Metallpulver aufschmilzt. (Häufig kommerziell als Electron Beam Melting / EBM bezeichnet).
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Prozess, bei dem thermische Energie genutzt wird, um Materialien (Draht oder Pulver) zeitgleich mit dem Einbringen aufzuschmelzen. Ideal für Großbauteile und Reparaturen.
DED-Verfahren, bei dem Metallpulver als Zusatzwerkstoff (Feedstock) durch eine Düse direkt in das vom Laser erzeugte Schmelzbad geblasen wird.
Details ansehenDED-Verfahren, bei dem Metalldraht als Feedstock durch einen Laserstrahl aufgeschmolzen wird. (Systeme wie Meltio fallen exakt in diese Kategorie).
Details ansehenDED-Verfahren, das einen Elektronenstrahl im Vakuum als Energiequelle nutzt, meist in Kombination mit Drahtvorschub (EBAM).
Details ansehenDED-Verfahren unter Nutzung eines elektrischen Lichtbogens zum Aufschmelzen von Metalldraht. WAAM (Wire Arc Additive Manufacturing) ist die bekannteste und kommerziell wichtigste Ausprägung.
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Ein flüssiges Bindemittel wird selektiv auf ein Pulverbett gedruckt. Für Metall erfordert BJT nachgelagerte Entbinderungs- und Sinterprozesse.
Ein Verfahren der ISO/ASTM-Familie Binder Jetting, bei dem Metallpulver schichtweise durch ein flüssiges Bindemittel (Binder) verklebt wird. Anschließend muss das Grünteil entbindert und gesintert werden.
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Material wird selektiv durch eine Düse oder Öffnung abgelegt. Im Metallbereich primär durch polymergebundene Metallfilamente (Metal FFF) realisiert, gefolgt von Sintern.
ISO/ASTM-Familie Material Extrusion angewandt auf Metall. Es werden Filamente oder Stäbe extrudiert, die aus Metallpulver und einem Polymerbinder bestehen. Oft als Metal FFF bezeichnet.
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Tröpfchen von Baumaterial werden selektiv abgelegt. Im Metall-3D-Druck primär über Nanopartikel-Tinten realisiert (Nanoparticle Jetting).
ISO/ASTM-Familie Material Jetting. Im Metallbereich werden mit Metall-Nanopartikeln gefüllte Tinten aus Druckköpfen aufgesprüht und getrocknet. (Deutlich weniger verbreitet als PBF oder DED).
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Platten- oder Folienmaterial wird schichtweise verbunden, oft gefolgt von subtraktiver Bearbeitung.
ISO/ASTM-Familie Sheet Lamination. Dünne Metallfolien oder Bleche werden schichtweise durch Ultraschall-Reibschweißen verbunden und per CNC beschnitten.
Details ansehenISO/ASTM 52900 Hauptfamilie: Flüssiges Photopolymer wird durch Licht selektiv gehärtet. Für direkten industriellen Metall-3D-Druck kaum relevant (höchstens für keramisch-metallische Slurries oder Feinguss-Positive).
ISO/ASTM-Familie Vat Photopolymerization. Ein flüssiges Harz wird per UV-Licht gehärtet. Für industriellen Metall-3D-Druck ist VPP primär ein indirektes Verfahren (Herstellung von Positiven für den Feinguss).
Details ansehenAußerhalb der 7 ISO/ASTM-Hauptfamilien angesiedelte Verfahren ohne schmelzmetallurgische Prozesse (Kinetische Energie / Reibung).
Ergänzendes Festkörperverfahren (Nicht Teil der 7 ISO/ASTM-Hauptfamilien). Metallpulver wird durch Überschallgeschwindigkeit auf ein Substrat "geschossen" und verbindet sich durch plastische Deformation.
Details ansehenErgänzendes Festkörperverfahren. Massiver Metallstab (Feedstock) wird durch Reibungswärme und hohen Druck plastifiziert (nicht geschmolzen!) und abgeschieden.
Details ansehenKombination aus additiven Verfahren (meist DED) und subtraktiven Zerspanungsprozessen (CNC) in einer Maschine oder eng verketteten Prozesskette.
Kombinierte Anlagenklasse (Keine eigenständige ISO-Familie), bei der ein additives Verfahren (oft DED-LB/M) direkt in ein 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum integriert ist.
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