Drahtbasierter Materialauftrag
Statt Pulver wird Metalldraht eingesetzt. Das vereinfacht Materialhandling, Lagerung und Prozessführung erheblich.
Industrielle additive Metallfertigung mit Draht und Laserenergie — WLAM, DED, LMD erklärt.
Wire Laser Metall 3D Druck ist ein additives Fertigungsverfahren für metallische Bauteile. Ein Metalldraht wird kontinuierlich zugeführt, durch einen Laser lokal aufgeschmolzen und gezielt aufgetragen. So entstehen belastbare Metallstrukturen Schicht für Schicht.
Statt Pulver wird Metalldraht eingesetzt. Das vereinfacht Materialhandling, Lagerung und Prozessführung erheblich.
Der Laser erzeugt eine kontrollierte Schmelzzone und ermöglicht gezielten Materialauftrag auf dem Bauteil.
Das Verfahren lässt sich in Roboterzellen, CNC-Hybridanlagen und automatisierte Fertigungsprozesse integrieren.
Meltio Systeme nutzen sowohl 450 nm Blaulaser-Dioden als auch 976 nm Infrarot-Faserlaser — optimiert für verschiedene Materialien und Anwendungen.
9 × Hochleistungs-Diodenmodule
6 × fasergekoppelte Laserquellen
Meltio Systeme unterstützen bis zu 4 Draht-Feeder gleichzeitig. Das ermöglicht nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Legierungen innerhalb eines Bauteils — und eröffnet völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Wechsel zwischen Materialien mitten im Bauprozess ohne Unterbrechung.
Übergangszonen zwischen Materialien — z. B. Edelstahlkern + verschleißfeste Oberfläche.
Zwei Drähte gleichzeitig im Schmelzbad mischen — kundenspezifische Legierungszusammensetzungen auf Abruf.
Neue Bauteile herstellen und verschlissene oder beschädigte Teile mit demselben System und Prozess reparieren — Stillstandzeiten und Werkzeugkosten erheblich reduzieren.
Bauteile nah an der Endgeometrie aufbauen, dann mit CNC fertigbearbeiten. Drastisch weniger Materialeinsatz als reine Zerspanungsfertigung aus dem Vollen.
Den Meltio Druckkopf direkt in bestehende CNC-Maschinen oder Roboterzellen integrieren — keine dedizierte AM-Anlage erforderlich, Ihre bestehenden Investitionen bleiben erhalten.
Draht wird nur dort zugeführt, wo Material benötigt wird — die Materialausnutzung liegt typischerweise über 90 %. Kein Pulverrecycling, keine Kontamination, kein Gefahrstoffhandling.
WLAM-Bauteile erreichen mechanische Eigenschaften, die dem Schmiedematerial entsprechen oder überlegen sind — vollständig dicht, keine Porosität, keine inneren Risse.
Wire Laser DED ist nicht durch eine geschlossene Baukammer begrenzt. Skalierung auf Großbauteile durch Montage des Kopfes auf Portalsystem, CNC oder 6-Achs-Roboter.
Wire Laser Metall 3D Druck umfasst verschiedene Verfahrensvarianten, die sich in Energiequelle, Materialzuführung und Einsatzbereich unterscheiden.
Wire Laser Additive Manufacturing — der Oberbegriff für drahtbasierte additive Laserfertigung.
Directed Energy Deposition — Material wird gezielt in eine Schmelzzone eingebracht. Wire Laser ist eine Untergruppe von DED.
Laser Metal Deposition — die laserbasierte Bezeichnung für den gezielten Materialauftragsprozess.
| Kriterium | Wire Laser | Pulverbett |
|---|---|---|
| Materialform | Metalldraht | Metallpulver |
| Bauteilgröße | Sehr gut für große Bauteile | Durch Bauraum stärker begrenzt |
| Typische Stärke | Materialauftrag, Reparatur, Großbauteile | Feine Details und komplexe Kleinbauteile |
| Nachbearbeitung | Häufig CNC-Bearbeitung für Endkonturen | Je nach Bauteil und Oberfläche erforderlich |
| Integration | Roboterzellen, CNC-Hybridanlagen | Meist eigenständige Anlagen |
Die konkrete Materialauswahl hängt vom System, Draht, Prozessfenster, Bauteil und späterer Nachbearbeitung ab.
WLAM steht für Wire Laser Additive Manufacturing. Metalldraht wird mit Laserenergie aufgeschmolzen und schichtweise zu einem Metallbauteil aufgebaut.
DED steht für Directed Energy Deposition. Beim Wire Laser Verfahren wird Material gezielt in eine Schmelzzone eingebracht und dort aufgetragen.
Die Technologie ist besonders interessant für Unternehmen mit großen Metallbauteilen, teuren Rohmaterialien, Reparaturbedarf, langen Lieferzeiten oder Bedarf an hybrider additiver Fertigung.
In vielen Fällen ja. Häufig wird der additive Aufbau mit CNC-Bearbeitung kombiniert, um definierte Oberflächen, Passungen und Endkonturen zu erreichen.
Abhängig von Bauteil, Werkstoff, Toleranzen und Prozessstabilität kann das Verfahren für Prototypen, Kleinserien und industrielle Anwendungen relevant sein.
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