Hybrid Additive Manufacturing (DED + CNC)
Kombinierte Anlagenklasse (Keine eigenständige ISO-Familie), bei der ein additives Verfahren (oft DED-LB/M) direkt in ein 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum integriert ist.
Funktionsprinzip & Prozessablauf
Funktionsprinzip: Das Bauteil wird additiv aufgebaut und direkt im Anschluss – in derselben Einspannung – spanend (subtraktiv) auf Endmaß und Oberflächengüte gefräst.
Prozessablauf: Drucken einer Struktur (DED) → Werkzeugwechsel zum Fräser → Bearbeiten der Kanten → Drucken der nächsten Strukturen.
Technische Merkmale
- Energiequelle: Kombination aus Laser (DED) und Frässpindel.
- Materialzuführung: Metallpulver oder Draht (wie Meltio).
- Typische Bauteilgrößen: Abhängig vom CNC-Arbeitsraum.
- Aufbaurate: Hoch (DED-Aufbauraten).
- Genauigkeit: Ultimativ hoch (CNC-Fräspräzision im µm-Bereich).
- Oberflächenqualität: Perfekt (Fräsqualität).
Anwendungen & Materialien
Typische Materialien: Alle schweiß- und zerspanbaren Metalle.
Typische Anwendungen: Reparatur komplexer Turbinenschaufeln, Fertigung von Spritzgusswerkzeugen mit inneren Kanälen in einem Guss.
Branchen: Werkzeugbau, Aerospace, Turbinenherstellung.